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Die neun Zentren im Human Design verstehen

Die Formen in deinem Bodygraph stehen für unterschiedliche Themen. Wenn du die neun Zentren kennst, kannst du dich im Chart leichter orientieren und dir gezielt den Bereich anschauen, der dich gerade interessiert.

· 5 Min. Lesezeit

Welche neun Zentren gibt es im Human Design?

Im Human Design werden neun Zentren unterschieden. Du erkennst sie an den geometrischen Formen im Bodygraph. Ihre Position bleibt in jedem Chart gleich. Was sich von Mensch zu Mensch unterscheidet, sind die aktivierten Tore, die Kanäle und damit die Definition der Zentren.

Jedes Zentrum steht innerhalb des Systems für einen bestimmten Themenbereich. Dazu gehören etwa Denken, Ausdruck, Identität, Gefühle und Antrieb. Die Grafik hilft dir, die Formen den Namen zuzuordnen.

Dreieckiges Kopfzentrum an der Spitze des BodygraphsKopfInspiration und Fragen
Ajna als nach unten gerichtetes Dreieck unter dem KopfzentrumAjnaDenken und Verstehen
Quadratisches Kehlzentrum unter der AjnaKehleAusdruck und Umsetzung
Rautenförmiges G-Zentrum in der Mitte des BodygraphsG-ZentrumIdentität und Richtung
Herzförmiges Egozentrum rechts neben dem G-ZentrumHerz und EgoWillenskraft und Selbstwert
Quadratisches Sakralzentrum unter dem G-ZentrumSakralLebenskraft und Reaktion
Milzzentrum als Dreieck auf der linken Seite des BodygraphsMilzInstinkt und Körperbewusstsein
Solarplexus als Dreieck auf der rechten Seite des BodygraphsSolarplexusGefühle und emotionale Klarheit
Quadratisches Wurzelzentrum am unteren Ende des BodygraphsWurzelAntrieb und Druck
Die neun Zentren und ihre Themen im Überblick

Du kannst beim Lesen dein eigenes Chart danebenlegen. Welche Zentren fallen dir zuerst auf? Welche sind gefüllt und welche bleiben nachtblau? Die Bedeutung von definiert, undefiniert und offen erklärt ein eigener Beitrag. Hier geht es zunächst um die Themen der neun Zentren.

Kopf und Ajna

Ganz oben liegt das Kopfzentrum, ein Dreieck mit der Spitze nach oben. Human Design verbindet es mit Inspiration, Fragen und dem Drang, etwas zu verstehen. Eine Begegnung, ein Gedanke oder ein Gespräch kann eine neue Frage anstoßen.

Du kannst dazu beobachten, welche Fragen dich länger begleiten. Möchtest du dich gerade wirklich damit beschäftigen? Oder interessiert dich inzwischen etwas anderes? Gerade wenn viele Anregungen gleichzeitig auftauchen, hilft es, einer Frage bewusst Raum zu geben.

Die Ajna liegt direkt darunter. Hier geht es um das Verarbeiten von Gedanken und das Bilden von Vorstellungen. Du ordnest Informationen, vergleichst Erklärungen und entwickelst eine Sicht auf etwas.

Ein passendes Lernfeld ist, die eigene Sicht verständlich auszudrücken und für weitere Erfahrungen offen zu bleiben. Du kannst etwas gut durchdacht haben und zugleich neugierig sein, was ein anderer Blickwinkel ergänzt.

Die Kehle

Das Kehlzentrum ist das Quadrat unter der Ajna. Es steht im Human Design für Ausdruck und Umsetzung. Dazu gehört, Gedanken, Eindrücke oder Vorhaben nach außen zu bringen.

Wenn du eine Idee erklären möchtest, kannst du darauf achten, wann und in welcher Form sie bei anderen ankommt. Braucht es ein Gespräch, eine kurze Nachricht oder eine konkrete Demonstration? Die Kanäle zur Kehle ergänzen im Chart, welche Themen mit diesem Ausdruck verbunden sind.

Das G Zentrum

Die Raute in der Mitte heißt G-Zentrum. Seine Themen sind Identität, Liebe und Richtung. Gemeint ist unter anderem die Frage, was sich nach dir anfühlt und wohin es dich zieht.

Dafür musst du keinen vollständigen Lebensplan formulieren. Vielleicht bemerkst du bei einem Projekt, dass dich ein bestimmter Schwerpunkt besonders anspricht. Oder du fühlst dich in einer Umgebung mehr bei dir. Solche Beobachtungen bieten einen greifbaren Zugang zu einem sonst recht großen Begriff wie „Identität“.

Herz und Ego

Rechts neben dem G-Zentrum liegt das Herz- oder Egozentrum. Human Design ordnet ihm Willenskraft, Selbstwert und den Umgang mit Zusagen zu. Es gehört zu den vier Motorzentren.

Bei einer Vereinbarung kannst du dir ansehen, wofür du dich einsetzen möchtest und was du dafür zusagst. Ist die Aufgabe klar? Kennst du den zeitlichen Rahmen? Ein mögliches Lernfeld liegt darin, die eigenen Möglichkeiten realistisch zu benennen und den eigenen Wert auch unabhängig von Leistung wahrzunehmen.

Das Sakralzentrum

Das Sakral ist das Quadrat unter dem G-Zentrum. Es steht für Lebenskraft, Tätigkeit und Reaktion und ist ebenfalls ein Motorzentrum. Bei Generatoren und Manifestierenden Generatoren ist es immer definiert.

Im Zusammenhang mit dem Sakral kannst du beobachten, welche konkreten Tätigkeiten dich ansprechen und wie du dich beim Tun erlebst. Der Begriff Lebenskraft ist dabei keine Aufforderung, ständig beschäftigt zu sein. Zu einer Tätigkeit gehören auch ihr Umfang und ein passender Abschluss.

Die sakrale Autorität erklärt genauer, welche Rolle die unmittelbare Antwort spielt, wenn dein Chart diese Autorität ausweist.

Die Milz

Das Dreieck links neben dem Sakral ist die Milz. Sie wird mit Instinkt, unmittelbarer Wahrnehmung und einem Gefühl von Sicherheit verbunden. Die Milz ist ein Bewusstseinszentrum, kein Motorzentrum.

Ein Zugang zu diesem Thema kann sein, spontane Eindrücke genauer kennenzulernen. Was hast du in einer Situation sofort bemerkt? Und wie hat sich die Situation später gezeigt? Der Blick auf solche Erfahrungen bleibt konkreter als der Versuch, jede Empfindung sofort einem Chartmerkmal zuzuordnen.

Der Solarplexus

Rechts neben dem Sakral liegt der Solarplexus. Seine Themen sind Gefühle und emotionale Wellen. Er zählt sowohl zu den Motorzentren als auch zu den Bewusstseinszentren.

Ein definierter Solarplexus bedeutet emotionale Autorität. Entscheidungen bekommen dabei Zeit, während die Gefühle sich verändern dürfen. Bei einem undefinierten Solarplexus beschreibt Human Design eine besondere Empfänglichkeit für emotionale Einflüsse.

Die Wurzel

Das unterste Quadrat ist das Wurzelzentrum. Es steht für Antrieb und Druck und ist ein Motorzentrum. Daneben zählt es, ebenso wie der Kopf, zu den Druckzentren.

Ein nahender Termin kann beispielsweise einen starken Antrieb auslösen. Du kannst beobachten, wie du mit diesem Tempo umgehst. Welche Aufgabe ist tatsächlich als Nächstes dran? Was lässt sich nacheinander erledigen? Das Thema wird greifbar, wenn du es auf eine konkrete Situation beziehst.

Wie hängen die Zentren zusammen?

Die Zentren sind durch Kanäle miteinander verbunden. Ein vollständig aktivierter Kanal definiert die beiden Zentren an seinen Enden. Deshalb gehört zur Betrachtung eines Zentrums auch, welche Verbindungen dein Chart dort zeigt.

Für den Einstieg reicht ein Bereich, den du wiedererkennst. Lies seine Beschreibung und sammle ein paar eigene Beobachtungen dazu. So lernst du die Zentren schrittweise kennen und kannst ihre Themen später im Zusammenhang betrachten.

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